Luftpistole

Ausdauer, Kraft und Ruhe gehören, wie beim Luftgewehrtraining, zu den wichtigsten Komponenten des Luftpistolentrainings. Im Luftpistolentraining wird meistens das gleiche Programm wie im Luftgewehrtraining geschossen, 20 oder 40 Schuss auf Ringscheiben bzw. Wettkampfscheiben. Die Balkenscheiben werden zum Trainieren des Zielens mit Kimme und Korn verwendet. Diese Scheiben werden senkrecht und waagerecht eingesetzt. Nach dem Schießen auf die Balkenscheiben werden die 4 x 10 Schuss auf die Ringscheibe oder auf die Wettkampfscheibe absolviert. Das Schießen auf die Ringscheiben hat den gleichen Effekt wie beim Luftgewehr, der Schütze steht unter keinem Leistungsdruck, da die Ringscheibe nicht mit Ringzahlen gekennzeichnet ist. Diese Scheiben werden zum Ausdauertraining und zum Einschießen (Probeschüsse) vor Leistungskontrollen verwendet. Wie beim Luftgewehrtraining, gibt es auch ein Wettkampfprogramm mit 40 Wettkampfschüssen für Jugendliche und Junioren und mit 20 Wettkampfschüssen für Schüler. Diese werden auf die Wettkampfscheibe mit fünf Schuss pro Scheibe absolviert. Natürlich bekommt der Schütze auch hier Leistungsvorgaben. Die Schussbilder sind auch hier wichtig, deshalb wird auf diese auch besonders geachtet. Die richtige Atmung ist ebenfalls für Pistolenschützen ein wichtiger Aspekt, aber auch das Armmuskeltraining ist von großer Bedeutung. Beim Luftpistolenschießen ist auch der Trockenanschlag sehr wichtig, wo der Schütze seinen Stand und die Abzugstechnik trainiert, da kleinste Abzugsfehler zu sehr großen Abweichungen führen können. Am Ende des Trainings werden die Scheiben zusammen mit dem Trainer ausgewertet. Er gibt, wie beim Luftgewehr, Tipps zur Verbesserung der Abzugstechnik, des Anschlags und des Standes. Die vereinseigenen Waffen werden nach dem Training gereinigt und wieder im Waffenschrank verschlossen. Die eigenen Waffen der Schützen werden von ihnen selbst gereinigt und anschließend mit nach Hause genommen.

Tipps für ein erfolgreiches Luftpistolenschießen

Das Auge sieht ausschließlich auf die Visierung, und die wiederum muss in korrekter Ausrichtung zum Halteraum stehen

Während Sie das korrekte Visierbild halten, drückt der Zeigefinger konsequent auf den Abzug

Wenn Ihnen das Visierbild nicht optimal erscheint, setzen Sie ab und wiederholen den gesamten Ablauf noch einmal

Der Stand

Eine Seitwärtsbewegung kommt aus der Hüfte, nicht aus der Schulter

Kopf mit Visierlinie eine Linie, Gesicht der Scheibe zugedreht

Alle Muskeln, die nicht direkt den Stand oder den Schießarm unterstützen (z.B. Bauchmuskulatur) bleiben entspannt

Füße sind schulter- (hüft-)breit, Körpergewicht gleichmäßig auf den Fußsohlen verteilen, Körper stabil, nicht verkrampfen

Der Griff

Die nach hinten verlängerte Laufachse soll den natürlichen Winkel zwischen Daumen und Zeigefinger halbieren

Griff mit den Fingern gegen den Ballen drücken, kleiner Finger und Fingerspitzen geringer Druck

Kraftverhältnis Zeigefinger zu übrigen Finger sollte etwa 1:1 sein, Handdruck von Schuss zu Schuss absolut gleich

Die Atmung

Nicht tief Luftholen, kein Hyperventilieren – Puls steigt

Beim Anheben der Pistole einatmen, beim Absenken ausatmen, im Ziel Luft halten

Das Zielen und die Visierung

Das zielende Auge ist nur auf die Visierung gerichtet

Das saubere Ausrichten der Visierung ist wichtiger als der Haltepunkt

Visierung im Halteraum freien Lauf lassen, Kimme darf den Spiegel nicht berühren

Die Abzugskontrolle

Zeigefinger drückt in gerader Linie zum zielenden Auge den Abzug. Winkel zwischen Laufachse und Zeigefingerglied exakt 90 Grad.

Zeigefinger liegt knapp hinter der dicksten Stelle auf der Abzugszunge

Abzugsfehler übertragen sich auf die Waffe